|
|
CMD- cranio-mandibuläre-DysfunktionEs handelt sich um ein Symptomenkomplex: Die craniomandibuläre Dysfunktion (Synonyme: Myoarthopathie des stomatognathen Systems; Costen-Syndrom) ist eine Erkrankung, die sich aus einem Symptomenkomplex zusammensetzt, der als deutliches Zivilisationsproblem angesehen werden kann. Es gibt in der traditionellen Medizin keine Überlieferungen, die diesen Symptomkomplex in seiner Zusammensetzung beschreiben oder therapeutisch adäquat beherrschen. Sicher gibt es eine Reihe von überlieferten Verfahren, die jeweils die einzelnen Symptome entsprechend symptomatisch verbessern könne, ohne jedoch ursächlich einzugreifen. Vielleicht erklärt sich daraus die therapeutische Ohnmacht, mit der vielerorts der CMD begegnet wird. Erstbeschreibung bereits in den 30er Jahren: Die Beschreibung des Erkrankungsbildes geht auf den HNO-Arzt Costen zurück und stammt aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Kann unterschiedliche Strukturen betreffen: Von einer craniomandibulären Dysfunktion können unterschiedliche Strukturen im zahnärztlichen Bereich betroffen sein.
Ziel einer Therapie ist immer die zentrische Position der Kiefergelenke. Die Therapie des stomatognathen Teils einer CMD führt nahezu immer über eine Schienentherapie zur Einstellung der neuromuskulären Zentrallage der Mandibula. Ist diese Position erreicht wird der Kieferorthopäde den orthodontischen Ausgleich der Bisslageabweichung herbeiführen. Imponieren viele erneuerungsbedürftige Kronen oder große Füllungen, wird der Ausgleich zahnärztlich-prothetisch durchgeführt. Eine Kombination beider Vorgehensweisen ist dann notwendig, wenn die Abweichungen sehr groß sind, da in diesem Fall weder der Kieferorthopäde noch der Prothetiker allein in der Lage ist, den dentalen Ausgleich zu gewährleisten. In extremen dysgnathen Fällen ist ein kieferchirurgischer Eingriff in Form einer Dysgnathieoperation notwendig, um vor der orhtodontischen und / oder zahnärztlich-prothetischen Rehabilitation eine Voreinstellung der Kieferbasen durchzuführen. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 05. Februar 2009 um 13:38 Uhr |







